Guten Morgen!

Natürlich habe ich auch Blog-Vorsätze für das neue Jahr gefasst:
- Alle Bücher, die ich lese, CDs, die ich kaufe, und Filme, die ich sehe, hier vorstellen und kritisieren. Erst dachte ich, das mache ich lieber nicht, das macht eine Menge Arbeit, aber schließlich benötigt das einen Bruchteil der Zeit, die ich fürs Hören der CDs, Anschauen der Filme und erst recht Lesen der Bücher aufwende. Was mich zu dem Gedanen führt, dass ich verdammt viel Zeit mit den aforementioned Tätigkeiten verbringe. Aber warum auch nicht? Also versuche ich es mal mit einer regelmäßígen Kritikkolumne auf den Seiten des Tagbuchs.
- Endlich mal ein neues Design bzw. überhaupt irgendwas, was man Design nennen kann, für diese Seite.
- Mehr Leser finden. Muss Freunde, Bekannte auf die Seite aufmerksam machen und Handzettel in der Fußgängerzone verteilen. (Habe gestern erfahren, ich hätte den ersten mir persönlich völlig unbekannten regelmäßigen Leser. DAS IST DER RUHM!!!!)

Natürlich habe ich auch die üblichen Vorsätze fürs neue Jahr: disziplinierter sein, mehr schaffen, gesünder leben, etc. Ich habe mich übrigens schon manchmal gefragt, ob es eigentlich gut ist, sich selbst immer mit schlechtem Gewissen zu knechten, weil man sein Leben nicht so perfekt lebt, wie man das könnte: um 6 Uhr aufstehen, täglich joggen, täglich mind. 1 Stunde fürs Schreiben aufwenden, dazu selbstredend einen erfüllten und konzentrierten 10-Std.-Arbeitstag absolvieren, regelmäßig mit allen Menschen, die einem wichtig sind, Kontakt halten, dem Schatz zu jeder Zeit die liebende Aufmerksamkeit schenken, die er verdient, regelmäßig mit Katze schmusen und ihn mit dem Werfen von zernagten Bällchen zu sportlicher Aktivität anhalten. Vielleicht sollte man sich eher sagen „Ach na ja, niemand ist perfekt, außer David Bowie“ und sein Leben in mehr Seelenruhe verbringen? Aber ein Leben ohne Ambition ist ja auch nicht das Richtige. Ambition gibt dem Leben Würze und Spannkraft, und ein bisschen nagendes schlechtes Gewissen ist der Treibstoff, der den Menschen zu Höchstleistungen antreibt und das Leben erst lebenswert macht. Letztlich muss wohl jeder selbst herausfinden, welches Ausmaß an Zuckerbrot bzw. resp. Peitsche er sich selbst angedeihen lassen will, auf dass man das Gleichgewicht zwischen Zerfressenheit und Schlaffitum erreicht. Warum gibt es keinen Ratgeber namens „Finden Sie Ihren eigenen Ambitionslevel“? Vielleicht, weil das ein allzu kurzer Rat wäre: „Jeder muss für sich selbst herausfinden, was gut für ihn ist, man muss sich darüber nur immer wieder klarwerden“? Ja, vielleicht.

Wie kam ich jetzt drauf? Immer wird man so philosophisch am Jahresanfang. Verkatert und philosophisch: keine gute Mischung. So, der Post ist jetzt aber auch schon lang genug, das muss, gute Vorsätze hin oder her, für heute reichen.

1 Kommentare:

Grüße vom unbekannten, regelmäßigen Leser!

By Anonym, at 1/1/06 21:55  

Kommentar veröffentlichen


ich

neues


bilder


www.flickr.com

altes