Auf subtraction.com, übrigens eins der bestdesignten Blogs, die ich kenne: ein schöner Artikel über das digitale Fotografieren, mit Beispielen.

Er spricht mir aus dem Herzen: Ich habe im Moment auch das Problem, dass viele meiner Bilder mit der neuen Digitalkamera (eine Nikon D50) zwar gut aussehen, aber auch ein bisschen „Kalender“ sind: prima anzuschauen, aber nicht viel dahinter. Das ist mit meiner alten Rollei 35T ganz anders: weil man alles von Hand machen muss und viele Dinge auch überhaupt gar nicht da sind (kein Zoom, kein Autofokus, wg. Analogfilm kein ISO-Wechsel), lenkt nicht so viel vom Motiv ab, außerdem ist die Kamera viel kleiner, was nach meiner bisherigen Erfahrung gar kein unwesentlicher Faktor ist für die „Einstellung“ zum Motiv. So interessante Bilder wie mit diesem alten Schätzchen fallen mit mit der neuen noch viel schwerer.

Denn da hatte ich am Anfang die Tendenz, mit der Technik rumzuspielen und z.B. Sachen wie Nachtaufnahmen zu machen, die mit der analogen Kamera, bei der die Belichtungsmessung viel zu unpräzise ist, so gut wie unmöglich sind. Aber eigentlich kommt es ja in erster Linie darauf an, was man fotografiert, und die Technik soll bloßes Hilfsmittel dazu sein- das natürlich erst einmal beherrscht werden muss. Ich würde nicht so weit gehen wie der Autor des o.g. Postings, daß „every picture must tell a story“, bzw. das finde ist fast ein wenig eng. Meiner Meinung nach: Jedes Bild sollte, naja, irgendwie interessant sein. Ja, ich hab's raus.


Was mich an Bildersammelseiten wie flickr auch ein wenig stört, ist die Konzentration der meisten Besucher auf oberflächlich beeindruckende, „schöne“ Bilder. Ich sehe das an meiner eigenen kleinen Sammlung: eines der meistbetrachteten Bilder ist dieses hier,


was gut aussieht, aber eigentlich nicht weiter bemerkenswert ist. Mein Lieblingsbild, das allerdings völlig untergeht, ist dieses hier:


Ich weiss nicht genau, woran das liegt. Alles Deppen, die Leute da ? Glaube ich nicht. Viele sind wirklich gute Fotografen.* Ich glaube eher, es liegt an diesen Thumbnails, die man als Vorschau bekommt – so was wie Bildkomposition oder gar Gesichtsausdrücke sind da natürlich überhaupt nicht erkennbar.

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*: Ich bin übrigens durch Zufall Mitglied einer flickr-Gruppe geworden, deren „Vorsitzender“ Dr Motte, der Organisator der Love Parade, ist. Seine fotografischen Fähigkeiten sind, naja, irgendwie anders).

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