Die Herren von Lowtzow und Mynther tragen weiße Anzüge. Es ist Nacht, und sie haben sich im Wald verirrt. Nur der fahle Schein von Taschenlampen erhellt ihre ebenso fahlen Gesichter sowie die Umgebung: romantischer, schlecht aufgeräumter deutscher Wald, gespickt mit stolpergefährlichen Bodenästen, Elfen und geheimnisvollen Uhus.
In dieser angespannten Situation hebt von Lowtzow an zu singen: Go and catch a falling star, hold in your hand a tannis root... Glücklicherweise haben die befreundeten Musiker daran gedacht, eine Mindestausstattung an Musikinstrumenten in ledernen Schrankkoffern mit sich zu führen. Man gelangt in eine Lichtung, die erwähnten Sterne scheinen, und stimmt ein Album an.
Im zweiten Album war es noch auf Keyboardteppichen, volle Beats voraus, nach Damaskus gegangen, zu Lawrence von Arabien, und wieder zurück, zu Yves Saint Laurent, aber immer im alten Europa geblieben, bei den Dandies. Diesmal geht es zurük in die Zeit, ins ganz alte und ganz ganz alte Europa der Romantik und der Luftschlösser, bis man schließlich bei Minnesang und Bänkellied angekommen scheint.
Also Pop ist das nur zu einem kleinen Teil. Ist es gut? Es ist ruhig, aber nicht nachdenklich. Es ist seltsame Musik, jedenfalls meistens. Es wirkt spielerisch, Seitenprojektartig; früher, als "professionnell" noch kein Gütezeichen war, sondern nach unschöner Verbissenheit klang, hätte man vermutlich "dilettantisch" gesagt und es als Kompliment gemeint.
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