veröffentlicht am 20.1.07 von Jim Grund.
Ein phantastischer Artikel von Zadie Smith über Literatur und Literaturkritik:
http://books.guardian.co.uk/departments/generalfiction/story/0,,1989004,00.htmlmit diesem großartigen, zitierfähigen Satz
To live well, to write well, you must convince yourself of the inviolable reality of other people.
Denn Lesen es ist der engstmögliche Kontakt mit der Persönlichkeit eines Anderen. Man könnte deshalb genauso gut sagen: Ein gutes Buch erbringt den Beweis, das ich, der Leser, nicht allein bin.
Ich bin allerdings nicht damit einverstanden, dass Schreiben und gutes Schreiben eine Sache der Moral ist.
To see things as they really are ... to me this is always and everywhere, in writing, in life, a matter of morals.
Dann ist Schreiben eine Frage der (subjektiven, aber das kann gar nicht anders sein) Ehrlichkeit. Ich habe auch einmal gehört, es sei eine Frage der Haltung. Muss das so sein? Ich glaube nicht. Das ist enttäuschend, denn wenn jemand einen davon überzeugen kann, dass er als Person existiert, möchte man dann auch ganz gerne, dass er dabei ehrlich ist. Aber ich fürchte, so einfach ist es nicht. Oscar Wilde hat gesagt, dass die Pose das einzig wichtige ist. Und vor meinem Haus krakeelen schon wieder Besoffene.